Kalibrieren, bevor es bunt wird

Abstrakte Farbstudie Nr. 45 mit fließenden Farbverläufen

Ein Graufilter mit sechs Blendenstufen erlaubt auch bei Tageslicht Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Wichtig ist, den Sucher abzudecken, sonst fällt Streulicht auf den Sensor und hellt die Schatten auf.

Die Rohdaten speichern wir mit 14 Bit Farbtiefe. Beim Umwandeln in JPEG geht davon viel verloren, aber für die Ausgabe im Web reicht eine Qualität von 85 bis 90 Prozent vollkommen aus.

Abstrakte Farbstudie Nr. 46 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 46, Langzeitbelichtung

Der Aufbau

Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.

Die Dateien sind groß: Ein einzelnes Bild hat bis zu 4000 Pixel Breite und knapp zweieinhalb Megabyte. Für die Website erzeugt WordPress daraus automatisch kleinere Varianten für Handy, Tablet und Bildschirm.

Abstrakte Farbstudie Nr. 47 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 47, Langzeitbelichtung

Bei langen Belichtungen erwärmt sich der Sensor, und das Rauschen nimmt sichtbar zu. Wir lassen deshalb zwischen zwei Aufnahmen eine Pause und schalten die kamerainterne Rauschunterdrückung bewusst aus.

Unser Fazit

Begleitend zur Ausstellung gibt es jeden Samstag eine kurze Führung. Dabei zeigen wir auch Fehlversuche, die oft mehr über das Verfahren verraten als die gelungenen Bilder.

Abstrakte Farbstudie Nr. 48 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 48, Langzeitbelichtung

Am Ende jedes Arbeitstags sichern wir die Rohdaten doppelt: auf ein Netzlaufwerk im Atelier und in ein Rechenzentrum außer Haus. Ein verlorener Tag Arbeit tut mehr weh als jede Speicherrechnung.

Abstrakte Farbstudie Nr. 49 mit fließenden Farbverläufen
Farbstudie Nr. 49, Langzeitbelichtung

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