Die Rohdaten speichern wir mit 14 Bit Farbtiefe. Beim Umwandeln in JPEG geht davon viel verloren, aber für die Ausgabe im Web reicht eine Qualität von 85 bis 90 Prozent vollkommen aus.
Bei langen Belichtungen erwärmt sich der Sensor, und das Rauschen nimmt sichtbar zu. Wir lassen deshalb zwischen zwei Aufnahmen eine Pause und schalten die kamerainterne Rauschunterdrückung bewusst aus.

Probleme unterwegs
Für die Farbkontrolle nutzen wir einen kalibrierten Monitor und eine Graukarte, die bei jeder Serie am Anfang mitfotografiert wird. So lassen sich Abweichungen später zuverlässig nachvollziehen.
Ein Graufilter mit sechs Blendenstufen erlaubt auch bei Tageslicht Belichtungszeiten von mehreren Sekunden. Wichtig ist, den Sucher abzudecken, sonst fällt Streulicht auf den Sensor und hellt die Schatten auf.

Gearbeitet haben wir mit einer spiegellosen Vollformatkamera und einem lichtstarken 50-mm-Objektiv. Entscheidend war weniger die Kamera als ein stabiles Stativ mit sauber laufendem Panoramakopf.
Was wir beobachtet haben
In der Werkstatt hängen inzwischen mehr als zwanzig Farbfolien an einer Leiste über dem Arbeitstisch. Jede ist mit Datum und Belichtungswerten beschriftet, damit sich gelungene Aufnahmen wiederholen lassen.

Die Farben stammen aus gefärbtem Plexiglas, das wir vor eine LED-Fläche gestellt haben. Je nach Abstand zur Linse verwischen die Kanten unterschiedlich stark, und genau das macht den Reiz der Aufnahmen aus.

Schreibe einen Kommentar